Fotovorschau und Logo ausblenden

Gemeinde
Schlammersdorf

Quick-Navigator:
Suche:
Sie sind hier: Gemeinde Schlammersdorf » Gemeindeportrait » Geschichte 

Geschichte


Der bewohnten Hauptherrensitz in SchlammersdorfDie Herkunft des Namens Schlammersdorf ist trotz mehrfacher Interpretationsversuche noch nicht schlüssig geklärt. Vielleicht hat der Name etwas mit Slawen zu tun, vielleicht leitet er sich von morastigem Untergrund ab, vielleicht kam der Name auch durch ein Adelsgeschlecht hierher.

Die kleine Gemeinde kann nämlich gleich mehrere Schlösschen vorweisen: den bewohnten Hauptherrensitz in Schlammersdorf, ein unbewohntes Nebenschlösschen in Menzlas und ein bewohntes in Ernstfeld. Ein viertes Herrenhaus stand in Naslitz. Das heruntergekommene Gebäude wurde vor einigen Jahren abgerissen. Eine Umfriedungsmauer ließ man zur Erinnerung daran stehen. Nach Überlieferungen waren einst alle Schlösser mit unterirdischen Gängen verbunden. Abschnittsweise sind wirklich noch begehbare Höhlen vorhanden.

Bis in das Jahr 1303 kann die Existenz des Landadels in der Gemeinde nachgewiesen werden. Die ersten Gutsbesitzer waren die Herren von Schlammersdorf. Das Hauptschloss wurde 1778 bis 1779 vom Kirchenthumbacher Maurermeister Thomas Sebastian Preysinger errichtet. Vor einigen Jahren ist es aufwendig renoviert worden. Das Herrenhaus, das auch über einen Rittersaal und einen hübschen Treppenturm verfügt, ist heute in bürgerlichem Privatbesitz.




Die Katholische PfarrkircheKatholische Pfarrkirche

Eine für die Region ungewöhnliche Patronin hat die katholische Pfarrkirche im Dorf. Sie ist der heiligen Lucia geweiht. Beim Lagerhaus handelt es sich noch um den ursprünglichen Sandsteinquader aus der Zeit um 1775. Altarhaus und Chor stammen aus den 50er Jahren. Der Choraltar zeigt das Martyrium der Schutzpatronin. Die beiden Seitenaltäre standen früher in der Auerbacher Pfarrkirche und stellen die Taufe Jesu und den heiligen Franz Xaver dar. Sie sollen in Karlsbad gemalt worden sein. Im Chorbogen ist St. Wendelin zu sehen.


Die Haarkapelle
Haarkapelle

Um die Haarkapelle ranken sich zwei Sagen. Einem Pfarrer soll an dieser Stelle auf dem Weg zu einem Sterbenden in Moos ein schwarzer Mann erschienen sein. Der finstere Gesell forderte den Geistlichen mit den Worten "Der Todkranke, der Wegzehrung verlangt hat, ist inzwischen gestorben" zur Umkehr auf. Der Pfarrer hörte nicht auf ihn, setzte seinen Weg fort und kam gerade noch rechtzeitig, um die Sterbesakramente zu spenden. Als Dank dafür stellten die Angehörigen des Toten dort ein Kreuz auf.


Die Kapelle soll auf einen Landwirt zurückgehen. Der Mann verirrte sich nach Erzählungen hoffnungslos mit seinem Ochsengespann und gelobte, eine Kapelle zu bauen, falls er gerettet werde. Daraufhin fand der Bauer wieder den rechten Weg und hielt Wort.


www.kommune-aktiv.de
nach oben

Gemeinde Schlammersdorf
Schulstrasse 3 | 95519 Schlammersdorf | Tel.: 09205 2-44 | schlammersdorf@t-online.de